Was ist Linux?
Linux ist der Kern eines Betriebssystems.
Sie benutzen wahrscheinlich das Betriebssystem
Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows
2000 oder irgend einen anderen Kram aus dem
Hause Microsoft. Das sind alles Betriebssysteme,
die von der Basis des Betriebssystems DOS
entwickelt wurden (auch wenn M$ vielleicht
etwas anderes behauptet). Linux ist quasi
auf nach dem Prinzip des Betriebssystems
UNIX entwickelt worden. Im Gegensatz zu allen
Versionen von Windows verfolgen die Entwickler
des Linux-Kerns (Kernel) kein kommerzielles Ziel. Es
ist nicht sonderlich schwierig, mit Linux zu arbeiten, da bei fast allen
Linux-Paketen (Distributionen) außer dem Kernel
und vielen Programmen eine komfortable grafische Oberfläche mitgeliefert
wird, die "intuitiv" benutzt werden kann.
Warum Linux?
Denken Sie mal nach... wie oft ist ihnen in letzter Zeit ein Windows-Programm
abgestürzt oder hat sich der ganze PC "aufgehängt"? Wie oft mussten
Sie Meldungen wie "XYZ wurde geändert. Starten Sie Windows neu, um
die Änderungen zu übernehmen." lesen? Ärgern Sie sich auch,
wenn Sie für eine CD-ROM mit Software teilweise mehr als 1000 DM zahlen,
was noch nicht heißt, dass Sie auch Unterstützung von Hersteller
bekommen? Haben Sie nicht auch aus diesem Grund die eine oder die andere
Raubkopie im Schrank? Hatten Sie vielleicht auch schon Kontakt mit den
"blue screens", die Ihnen erklären wollen, dass zum 10. mal ein "Schwerer
Ausnahmefehler" auftrat? Hat vielleicht schon einmal ein anderer PC-Nutzer
wichtige Dateien gelöscht oder die Systemeinstellungen verhunst? Alle
diese Vorfälle müssen und dürfen nicht passieren. Tun sie
aber, und das mit einer unglaublichen Häufung unter Windows-Systemen.
Darum gibt es wohl für jeden Gründe,
auf Linux umzusteigen.
Pro und wenig Contra
Mal ganz objektiv: ich vergleiche mal SuSE Linux 7.1 professional mit
Windows 98:
| Eigenschaft | SuSE 7.1 | Win 98 (jetzt, wo das Zeug schon als ist) | ca. Verhältnis |
| Preis | 129.- DM | 269.- DM | 1 : 2 |
| CDs | 7 CDs + 1 DVD = 10 CDs | 1 CD | 10 : 1 |
| Handbuch | > 1000 Seiten | < 150 | 10 : 1 |
| Mitgelieferte Programme | > 2000 | < 250 | 10 : 1 |
| Lizenzen | Unendlich viele | 1 | Unendlich : 1 |
Ich denke, die Zahlen sprechen für sich....
PRO
Die Geschichte von Linux
Die Geschichte von Linux ist relativ kurz. 1990 begann Linus Torwalds
mit der Entwicklung eines Betriebssystems, das die Vorzüge von UNIX
zu einem günstigen Preis für alle verfügbar macht. Bereits
1991 stellte er den ersten Linux-Kernel Version 0.01
zum Download zur Verfügung. Damals fiel die Entscheidung, die Linux
in kurzer Zeit zu einem stabilen und günstigen Betriebssystem werden
lies: Linus Torwalds stellte den Programmcode des Linux-Kernels zur Verfügung.
Während zuerst nur wenige "freaks" den Kernel verbesserten, wurden
es mit der Zeit immer mehr. Theoretisch können heute ca. 6 Milliarden
Entwickler am Linux-Kernel arbeiten, also jeder! Zu diesem Kernel kamen
im Lauf der Jahre tausende von Programmen und einige grafische Oberflächen,
wobei KDE und GNOME wohl die am häufigsten verwendeten sind.
Der Kernel
Der Kern von Linux wurde 1990 von Linus Torwalds entwickelt. Er war
es auch, der auf Einnahmen durch Vertrieb des neuen Betriebssystemkerns
verzichtete, und den Code zur freien Verfügung stellte. Der aktuelle
von ihm freigegebene Kernel hat die Versionsnummer 2.4. An dieser Versionsnummer
kann man erkennen, ob es sich um einen sicheren, stabilen, friegegebenen
Kernel handelt oder um einen sogenannten "Hackerkernel" handelt. Diese
unter Umständen besseren Kernel erkennt man an ungeraden Zahlen in
der Versionsnummer. Für manche speziellen Verewendungszwecke ist es
sinnvoll, Hackerkernel zu verwenden. Manche Distributionen
verwenden auch spezielle Kernel, die dann als Hackerkernel "gebrandtmarkt"
sind. Diese sind meist aber ebenso stabil wie freigegebene Kernel.
Die Distributionen
Der Kernel allein ist noch nicht sehr nützlich.
Erst eine Kommandozeilenebene, grafische Oberfläche und viele, viele
Programme machen ein richtiges Betriebssystem daraus! Die Distributoren
"schnüren ein Paket" zusammen, das dann Distribution genannt wird.
Es gibt sehr viele Distributionen (ca. 150), von denen ich hier ein paar
nenne:
SuSE Linux 7.1: Installation
Zumindest für SuSE 7.1 kann ich sagen, dass die Installation so
einfach wie eine Windows-Installation sein kann. Wenn Ihr BIOS von CD bootet
genügt es einfach, die CD einzulegen und neu zu starten. Generell
fährt man als nicht-Profi am besten, wenn man keine Vorbereitungen
wie Partitionierung etc. trifft. Ein beigelegtes "Quick Install Manual"
führt Schritt für Schritt durch den leider etwas langwierigen
Vorgang, der mit yast2 - einem Installationsprogramm - auch für Laien
sehr gut verständlich ist.
Würden Sie diesen Leuten ihren PC anvertrauen?